Nachgehen werden wir der Frage nach grünen Perspektiven mit Marx (und Engels) vor allem ausgehend von einer gemeinsamen (kritischen) Aneignung der hier eingestellten Marx/Engels-Texte. Im Zentrum steht die Erörterung der ME-Vorstellungen über Beweggründe und mögliche Aussichten der menschlichen Entwicklung.

Eine angemessene Würdigung der für manche sicher überraschend „ökologischen“ Blickwinkel der beiden Begründer eines „historischen Materalismus“ ist nur ein Nebenaspekt. Meines Erachtens liegt die Stärke dieser Original-Texte in ihrem Potenzial als Inspirationsquelle bzw. Hilfsmittel zur Bewältigung akuter gesellschaftlicher Herausforderungen, die nicht zuletzt als existenziellen Krise der bisherigen (weltweiten) Produktions- bzw. Entwicklungsbedingungen gesehen werden kann, die offenbar dringenst (in historisch gesehen atemberaubend kurzer Zeit) an das heute entwickelte Ausmaß an Fähigkeiten angepasst werden, Schaden zu produzieren aber auch, ihn zu vermeinden.

Ob und in wie weit die Erörterung der Texte uns helfen wird, die Wahrnehmung heutiger ökonomischer Zwänge, ihre historische Berechtigung und was gegebenenfalls in Richtung ihrer historischen Überwindung gehen könnte zu schärfen und in aktuten politischen Initiativen entsprechende Entwicklungspotenziale zu erkennen, werden wirsehen. Und wird hier hoffentlich auch erkenntnisgewinnend nachvollzogen werden können.

Die Fragestellungen der  ausgewählten Texte (weitere Vorschläge nehme ich gern entgegen) berühren die Bereiche (falsche) Wahrnehmung & Wirklichkeit, materialle Grundlagen gesellschaftlicher Bedürfnisse und die Perspektive eines grünen Weltwirtschaftens auf Grundlage eines -auch ökologisch – rationalen Miteinanders.

Zu den einzelnen Textauszügen

  1. Marx Entdeckung des Fetischcharakters der Ware liefert auch wichtige Anhaltspunkte für die Wahrnehmung gesellschaftlicher Grundlagen des Phänomens, dass die privateigentümliche Aneigung zum Zwecke des Konsums kein angemessenes Verantwortungsbewusstsein für die Produktionsbedingungen (oder Verbrauchsfolgen) des  begehrten Guts aufkommen lässt. Die Billigkeit des durch Raubbau billig Gemachten erscheint als Eigenschaft des begehrten Guts, sein durch Raubbau gedrückter Preis als vermehrte Belohnung für eigene Leistungen oder als Mehr an sozialer Gerechtigkeit.  (Auch dies ein Entfremdungsphänomen, siehe auch Sind wir des Warensinns)
  2. )