Der Blog soll das am 7.2.13 startende Seminar zur Frage nach grünen Perspektiven mit Marx begleiten. Als erstes werden hier eine Reihe von O Text-Auszügen von Marx (und Engels) eingestellt und die Quellenangaben mit einem Online-MEW-Archiv verbunden.

Hiernach werde ich rund um diese Texte nach und nach Fragen hinzufügen, die sich für mich daraus ergeben. (Vorschläge für weitere Fragen sind willkommen). Dies wird durch eine kleine Auswahl von Texten aus dem progressiven Alltag von Theorie und politischer Praxis  ergänzt werden,  anhand derer sich Probleme bei der Formulierung neuer Grundlagen des menschlichen Füreinanders, (die ein sozial bzw. ökologisch hinreichend reflektiertes Miteinander erlaubten)  diskutieren lassen.

Es ist mein erstes Seminar zu diesem Thema. Der „Grüne Marx“ beschäftigt mich aber schon viele Jahre.  Meine Haltung und ein wenig etwas zu meiner Person lassen sich meinem Ökohumanismus-Blog entnehmen.

Vorkenntnisse oder die Teilnahme am Blog sind von Vorteil, aber nicht Bedingung für eine Teilnahme am Seminar.  Auf Wunsch werden die Teilnehmenden bis sechs Wochen nach Ende des Seminars  am 21. 3.  als Autorinnen bzw. Autoren selbst Beiträge veröffentlichen können. Die Kommentarfunktion steht selbstredend allen Interessierten offen (unter Beachtung der üblichen Anstandsregeln versteht sich, also keine Beleidigungen, keine Schmähkritik, nix Strafbares usw.)

Sollte sich am Ende des Seminars Personen finden, die gemeinsam weiter an der Thematik arbeiten bzw. diskutieren  möchten, würde mich das freuen.  Ich werde auf alle Fälle weiterhin dran bleiben.

LEITFADEN

Vier Termine jeweils am Donnerstag 19:00 Uhr 7.02., 21.02., 7.03.,21.03.
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.

(MEW, 23,530)

Fragen:

  1. Wie passt diese Diagnose aus dem KAPITAL zu Marx Ansicht, dass sich eine neue Grundlage des menschlichen Füreinanders nicht etablieren könne, solange die dafür notwendigen Produktivkräfte nicht entwickelt sind?
  2. Welche Produktivkräfte verlangen heute nach Produktionsbedingungen, die ein ökologisch vernünftiges Miteinander erlauben?

Weitere Fragen, Probleme, Anhaltspunkte, Merkwürdigkeiten und Erkenntnisse, die sich aus der gemeinsamen Beschäftigung mit den angebotenen O-Texten  (meist Marx/Engels)  ergeben, werden im Blog festgehalten und diskutiert.

Wir werden die Texte werden nach den folgenden Perspektiven bzw. Problemstellungen „durchkämmen“:

  1. Entwicklungsperspektive „Ende der menschlichen Vorgeschichte“
  2. Kapitalismus als ebenso notwendiges wie notwendig zu überwindendes Entwicklungsstadium
  3. Hemmnisse und Voraussetzungen eines hinreichenden Bewusstseins der Notwendigkeit, zu neuen Grundlagen des menschlichen Füreinanders zu kommen.
  4. Produktivraftentwicklung als zugleich Möglichmacher als auch Hemmnis ökologisch vernünftiger Produktionsbedingungen
  5. Wachstumszwang und deren Überwindung

Erster Lesetext:

Engels:  Der Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affens

Die weitere Reihenfolge ergibt sich aus dem Kursverlauf und wird jeweils spätestens ein Tag nach Abschluss eines Termins im Blog bekannt gegeben.

 

Weitere Fragen mail@hhirschel.de 030 89 201 458 oder 0173 838 14 90

 

Und nun bitteschön hinein ins Vergnügen!

hhh