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Der Öko-Marx-Kurs soll zum Teil auch an den im letzten Halbjahr von Wolf Wagner geleiteten Kurs beim Bildungswerk der Böllstiftung „Was bleibt von Marx?“ anknüpfen. Dort hatte es u.a. geheißen, dass auf alle Fälle Marx Kritik der „Entfremdung“ bliebe und also die historische Aufgabe, für deren Aufhebung in ein (umwelt-)bewusstes Zusammenwirken zu sorgen. Es hatte sich damals eine Diskussion über einige der Marxschen Erläuterungen zu dem Komplex ergeben, (bei der z.B. die fehlende Berücksichtigung häuslicher Arbeiten bei der Utopie verschiedener, nach Tageslaune fröhlich zu erledigender Tätigkeiten bemerkt worden war). Ich hatte daraufhin eine Rundmail verfasst, die ich hier in leicht korrigierter Fassung wiedergebe. (Wer übrigens mitblogen möchte, melde sich am Besten über die Kommentarsfunktion)

Noch eine Anmerkung zur historischen Problemstellung „Entfremdung und deren Aufhebung“

Die in Marx/Engels Kritik der Deutschen Ideologie zu lesende Kommunismusvorstellung  einer nach Tageslaune beliebigen Tätigkeit als Fischer, Ackerbauer oder Philosoph ist ja eine Momentaufnahme im Werden des jungen Marx. Könnte er das heute lesen, dürfte es ihn wohl ärgern, dass ausgerechnet diese Stelle von der „nagenden Kritik der Mäuse“ verschont geblieben war.

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Ein interaktiver Lesekurs

„Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.

(MEW, 23,530)

Wie passt diese Diagnose aus dem KAPITAL zu Marx Ansicht, dass sich eine neue Grundlage des menschlichen Füreinanders nicht etablieren könne, solange die dafür notwendigen Produktivkräfte nicht entwickelt sind?

Welche Produktivkräfte verlangen heute nach Produktionsbedingungen, die ein ökologisch vernünftiges Miteinander erlauben?

Zur vertiefenden Diskussion dieser und anderer Rätsel der Geschichte rund um den grünen Marx wird parallel ein Internet-Blog geschaltet. (Vorkenntnisse und aktive Teilnahme am Blog sind von Vorteil aber keine Bedingung)

Seminarleitung: Hans-Hermann Hirschelmann, Dipl. Soz. Berlin

Termine: jeweils Donnerstag 19:00 Uhr 7.02., 21.02., 7.03.,21.03.
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

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Veranstaltungsort: Kottbusser Damm 72, 10967 Berlin

Fragen: mail@hhirschel.de